.. in unserem Fall genauer gesagt auf die Höhe.

Wie wir schon in einem Artikel angeschnitten haben, hatten wir bei einem Termin mit unserem Bausachverständigen zur Prüfung der Fußbodenheizung Unstimmigkeiten bei der Estrichstärke festgestellt.

Wie sich später herausgestellt hat, war die Stärke des Estrichs nicht das einzige Problem, so dass wir im Ergebnis statt der von uns beauftragten 2,50m an der tiefsten Stelle nach unseren Messungen bei 2,435m gelandet wären – also 6,5cm tiefer.

Ob jetzt ein „Durchhängen“ der Decke von 1,5cm „normal“ ist oder gar nach einer DIN Norm (aus der Zeit an der die Wände noch mit Erdfarben verschönert wurden) „akzeptabel“ ist, weiß ich nicht.  Deshalb haben wir uns bei der Bewertung welche Geschosshöhe tatsächlich umgesetzt wurde an den Wert von 5cm an der Außenmauer gehalten.

Da die Erklärung, wie die fehlende Deckenhöhe zustande gekommen und die Art und Weise wie Breyer und Seck damit umgegangen ist, zu umfangreich für einen Artikel ist, haben wir das Thema in chronologische Etappen unterteilt:

Fassen wir die Dinge zusammen, so wie wir sie wahrgenommen haben. Aber bevor wir das Tun einige Definitionen: eine Lüge geschieht immer aus Vorsatz. Der lässt sich kaum beweisen. Das nächst „bessere“ ist die Unwahrheit sagen – in diesem Fall fehlt der Vorsatz, das Ergebnis ist das gleiche.

  1. Breyer und Seck hat 14cm Estrichstärke im OG geplant. 14 cm in denen die Lüftungsanlage und Fußbodenheizung Platz finden müssen. Wie gut das funktioniert haben wir gesehen.
  2. Die „Schuld“ für die fehlende Deckenhöhe lag trotzdem bei uns, denn wir ja einer Verstärkung des Estrichs zugestimmt
  3. Breyer und Seck hat ein inkonsistentes Angebot geschrieben.
  4. Anstatt die Verantwortung dafür zu übernehmen in dem sie sich auf die Rangfolge der Verträge beziehen und gleichzeitig geleugnet, dass wir – mehrfach – auf einer Deckenhöhe von 2,50m im Verkaufsgespräch bestanden haben. Das ist im übrigen der gleiche Vertriebsbeauftragte, der sich auch nicht daran erinnert hat, dass wir eine Lüftungsanlage mit Emphaltiewärmetauscher bekommen sollten („genau die?“ – „ja, genau so eine“).
  5. Haben behauptet, dass wir einer Änderung wegen der Deckenspots zugestimmt hätten, was nicht stimmt
  6. Haben drei unterschiedliche Erklärungen für das gleiche Problem
  7. Haben nach dem Klinkerdesaster mal wieder auf Zeit gespielt und erst auf Androhung des Anwalts reagiert (wir empfinden das als systematisches Weichkochen auch bekannt als Kanzlermethode).

Bei der Kommunikation wurde die Geschäftsführung regelmäßig auf ‚cc‘ gesetzt, Telefonate wurden mit Gesprächsprotokollen quittiert. Die Geschäftsleitung von Breyer und Seck kann sich also weder darauf berufen, dass ein einzelner Bauleiter das Problem war, noch, dass sie nichts von der Problematik gewusst hätten.

Ein Haus zu bauen ist Vertrauenssache. Man kann nicht jedes Detail bis ins letzte planen und schon gar nicht kontrollieren. Insofern muss man sich bei der Auswahl des Unternehmens auch auf seinen Bauch verlassen.

So kann man sich täuschen. Unsere Schulnote für diese Episode: 6, setzen.

Wir können andere Bauherren nur animieren ebenfalls über Ihr Bauvorhaben zu schreiben und somit die Bauunternehmen zum Umdenken zu zwingen.

 

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