Eine Fußbodenheizung ohne Wasser macht keinen Spaß. Auch Strom wäre nett, damit die Heizung auch das Wasser erwärmen kann. Nachdem wir bereits am 15.08. Kontakt zu den Stadtwerken in Norderstedt zwecks Koordinierung der Anschlüsse aufgenommen haben, war es durch die Planung bzw. deren Fehlens oder wahlweise durch die nicht Einhaltung von zugesicherten Terminen ein munteres Rätselraten, wann denn die Hausanschlüsse wirklich gelegt werden können.

Das Hauptproblem war, dass die Anschlüsse erst gelegt werden können, wenn das Baugerüst weg ist und die Sielleitungen zum Haus gelegt sind. Das Gerüst kann jedoch erst weg, wenn der Klinker fertig ist (siehe Klinker). Nun, kurzfristig (hier war es dann tatsächlich mal etwas über 1 Woche; Vorlaufzeit bei den SW ca 3-4 Wochen) war dann ein Termin klar und wir hatten Glück, dass wir die Stadtwerke so frühzeitig einbezogen haben. Hier hätten wir uns eigentlich einen Hinweis von Breyer und Seck gewünscht, dass wir zum Termin X sicherstellen müssen, dass die Anschlüsse vorhanden sind.
Unser ausdrücklicher Dank gilt den Stadtwerken Norderstedt, die dann sehr kurzfristig reagiert und unsere Hausanschlüsse gelegt haben (und Mika hat seine erste Baggererfahrung gemacht :D).

Leider gab es auch – wieder einmal – neue Probleme. Unsere Treppe ist aus Beton und soll auch so (also ohne Belag) stehen bleiben. Die Ausführung war bislang so uneben, dass selbst mit Nachschleifen hier die Unebenheiten nicht ausgeglichen werden können. Es wurde abgesprochen, dass die fehlerhaften Stellen ausgebessert werden. Zu unserem Erschrecken ist nun jedoch die komplette Treppe in Mörtel vollflächig ausgebessert worden. Nach Rücksprache mit der Bauleitung soll dies nun noch abgeschliffen werden – wir sind sehr gespannt, ob dadurch der gewollte Beton-Look wiederhergestellt werden kann (siehe 16 Stufen hinab zum Hades)

Mit anfänglicher Freude haben wir auch die Hausanschlüsse im Hauswirtschaftsraum und die Solarkollektoren auf dem Dach bewundern dürfen. Nur gibt es auch hier – wie anscheinend so oft während unseres Baus – eine Kehrseite der Medaille. Laut unserem Angebot sollen wir eine Heizung und einen getrennten 300l Warmwasserspeicher erhalten. Nach einigem Hin-und-Her und Anrufen bei Vaillant, um die Optionen abzuwägen, haben wir der Ausführung als Kompaktanlage zugestimmt (Vaillant auroCompact 196), die zwar nur 150l Speicher, aber dafür eine kompaktere Technik und somit höheren Wirkungsgrad haben soll.

Dies wurde auch so schriftlich protokolliert, umso mehr waren wir verwundert, dass nun die kleinere Ausführung (auroCompact 126) eingebaut wurde. Natürlich ohne uns darüber zu informieren. Nach einem (erneut) recht langen Gespräch mit dem Kundensupport von Vaillant (Danke!) ist hinsichtlich der Leistungsfähigkeit einer Heizung nicht so sehr die Heizleistung ausschlaggebend, da bei einem modernen Haus ca. 20W/m² (bei uns dann also ca. 3,2 kW/h) zu veranschlagen sind. Mit einer maximalen Leistung von ca. 15kW/h ist auch die kleine Variante mehr als hinreichend.

Spannend ist nicht die Heizleistung, sondern eher die Frage, wie lange man warmes Wasser aus der Leitung bekommt. Unsere Raindance Dusche verbraucht ca. 10l Minute und ist somit nicht gerade sparsam (naja, mehr geht immer) und insofern habe ich ich dann noch mal nachgefragt, ob die Anlage denn auch ausreichend dimensioniert ist.

Laut Aussage der ausführenden Firma: kein Problem, sie können ohne Schwierigkeiten 45 Minuten am Stück duschen nur wenn sie 5-6 Stunden das Wasser laufen lassen ist irgendwann Schluss. Gut – mit so einer Aussage kann man doch leben.Es wurde also vereinbart, dass mindestens 45 Minuten am Stück garantiert sind und wenn dies nicht erreicht werden sollte, dann wird die größere Anlage eingebaut. Ein Tausch sind ja nur 4 Schrauben. Das hat mich dann auch überzeugt.

Aufgrund der gemachten Erfahrung habe ich genau diese Aussagen natürlich auch schriftlich festgehalten, und von Breyer und Seck als Generalunternehmer um Bestätigung gebeten.

Die prompte Antwort: dass der Austausch nur aufgrund der Gewährleistung der Sanitär Firma gegeben ist. Ich soll also der Aussage der Sanitärfirma trauen, aber das Generalunternehmen vertraut nicht auf die Aussage und will die Gewährleistung nicht übernehmen?

Hmmm.

Naja, dann halt keine Gewährleistung Breyer und Seck, aber dann bitte doch die ursprünglich vereinbarte Heizung aber mit Gewährleistung des Generalunternehmers. Wollte auch keiner – komisch. Nachdem dann die Alternativen auf den Tisch war, hat Breyer und Seck neben der Gewährleistung wieder mal bestätigt, dass sie keinerlei Interesse an Verantwortung für Ihre Subunternehmer haben. Wozu brauche ich dann einen Generalunternehmer?

<Kopfschüttel>


Nachtrag 05.04.2013: der Artikel wurde am 16.10.2011 geschrieben

Nachtrag 05.04.2013: Die Begründung der Sanitärfirma mit den 45 Minuten ist zweifelhaft, da die 150l viel früher verbraucht sind. Es ist deshalb ausschließlich entscheidend, ob die Heizung als Durchlauferhitzer ausreichend Leistung für den Wasserverbrauch hat. Nach den jetzigen Erfahrungen ist dies der Fall, aber eher ohne viel Luft nach oben. Noch mal würde ich diesem Wechsel nicht zustimmen.

 

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